Kategorie: Frauen schreiben über Kunst
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Kacper Stępień zu: Stefania Zahorska und der Kanon der Kunstgeschichte
Weiterlesen: Kacper Stępień zu: Stefania Zahorska und der Kanon der KunstgeschichteEinführung zu dem, was es immer weniger gibt Die im Januar 1945 erschienene Ausgabe des Burlington Magazine stellt sich einer paradoxen Aufgabe: Der englischsprachigen Leserschaft wird, wie es in der Editorial Notice heißt, zum ersten Mal eine auf Vollständigkeit bedachte Einführung in die Renaissancekunst Polens, hauptsächlich in Krakau, geboten. Der Anlass ist die Zerstörung derselben: Eine Gruppe nach London geflüchteter Krakauer Kunsthistoriker:innen bemüht sich, für ein europäisches Publikum das zu erschließen, was gerade in einem Destruktionsprozess begriffen ist. Obwohl die Bildung der Gruppe Krakauer Kunsthistoriker:innen gewissermaßen dem Zufall unterlag, erfolgt die Aufgabenverteilung systematisch nach medialen Schwerpunkten: Architektur, Skulptur, Miniaturmalerei und…
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Leon Krause über Mela Escherich (1877–1956) und die Mystik Jawlenskys
Weiterlesen: Leon Krause über Mela Escherich (1877–1956) und die Mystik Jawlenskys„Ueber Zweck, Notwendigkeit, Naturwahrheit, mit einem Worte über das Wesen der Kunst werden die Meinungen ewig gegeneinander stehen, solange wir uns nicht eingehender mit dem Wesen der Natur beschäftigen. Nicht der uns umgebenden, sondern unsrer eignen“, so zumindest formuliert es die deutsche Kunsthistorikerin Mela Escherich in ihrem Artikel Kunst als Offenbarung der Natur (Mela Escherich: Kunst als Offenbarung der Natur, in: Monatsberichte über Kunst und Kunstwissenschaften, Heft 3, München 1903, S. 270-274, 308–318, hier: S. 270, https://doi.org/10.11588/diglit.47725.61). Vor dem Hintergrund einer solchen Betonung der eigenen Gefühlswelt, die bis hin zu einer Überhöhung ins Mystische reicht, sollte es nicht verwundern, dass…
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Hannah Rathschlag über die Künstlerin und Literatin Mary Eliza Haweis (1848–1898) und (guten) Kunstgeschmack im Viktorianischen Zeitalter in England
Weiterlesen: Hannah Rathschlag über die Künstlerin und Literatin Mary Eliza Haweis (1848–1898) und (guten) Kunstgeschmack im Viktorianischen Zeitalter in England„Every style has a beauty and interest of its own; […] is worthy attention, and is sure to teach us something”. Diese Aussage formulierte Mary Eliza Haweis in dem Vorwort ihres Buches Beautiful Houses. Being a Description of certain well-known Artistic Houses (1882), wodurch ihre reflektierte und präzise Beobachtungsgabe widergespiegelt wird.
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Sarah Debatin über Helen Zimmern (1846–1934), Nietzsches englische Freundin
Weiterlesen: Sarah Debatin über Helen Zimmern (1846–1934), Nietzsches englische Freundin„Komisch! Man hat gut sich wehren gegen Frauen-Emancipation: schon ist wieder ein Musterexemplar eines Litteratur-Weibchens bei mir angelangt, Miss Helen Zimmern,“ schreibt der bekennende Frauenfeind Friedrich Nietzsche 1886 aus Sils Maria an seinen ebenfalls schriftstellerisch tätigen, langjährigen Freund Peter Gast (eigentlich Heinrich Köselitz, 1854–1918). (Mario Leis: Frauen um Nietzsche, Hamburg 2000, S. 100) Neun Wochen verbringen Nietzsche und Zimmern als Tischnachbarn und auf Spaziergängen in regem Austausch, und auch in späteren Jahren treffen sie in dem Schweizer Kurort immer wieder aufeinander. Auf Nietzsches dringenden Wunsch hin ist Helen Zimmern auch diejenige, die, zunächst zögerlich, zwei seiner Werke ins Englische übersetzt…
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Sarah Debatin über Luise von Kobell
Weiterlesen: Sarah Debatin über Luise von KobellVielen schreibenden Frauen des 19. Jahrhunderts blieb fachliche und gesellschaftliche Anerkennung zeitlebens versagt. Eine rühmliche Ausnahme ist die Münchner Schriftstellerin Luise von Eisenhart (1828–1901), die unter ihrem Geburtsnamen Luise von Kobell nicht nur Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften wie die Allgemeine Zeitung, Über Land und Meer und die Fliegenden Blätter, sondern auch monographische Schriften zu kunst-, literatur- und kulturhistorischen Themen verfasste. Sie entstammte der bekannten Künstler- und Beamtenfamilie Kobell und genoss eine hervorragende Ausbildung für eine Frau ihrer Zeit. Im Gefolge König Ottos verbrachten Luise und ihre Eltern 1834 ein Jahr in Griechenland. Luises Vater, Franz von Kobell (1803–1882), war…
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Alexandra Avrutina über Emilie Bach: zwischen Anpassung und Grenzüberschreitung
Weiterlesen: Alexandra Avrutina über Emilie Bach: zwischen Anpassung und Grenzüberschreitung„Nun aber gehen die Verirrungen gegen das Stylrichtige und Vernünftige weiter. Nicht genug damit, dass sich Frauen der Täuschung hingeben, Zeichnerinnen und Malerinnen zu sein, sind sie mitunter so kühn und unternehmend und möchten so nebenbei auch ‚Bildhauer‘ sein“ (Emilie Bach: Die weibliche Handarbeit. Vortrag … gehalten in Reichenberg am 22. September 1880, Reichenberg 1880, S. 15).
