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Franziska Lampe über retuschierte Körper, Feigenblätter und fotografische Konstruktionen des Aktes
Anekdoten zufolge soll sich Queen Victoria (1819–1901) von der Nacktheit der Gipskopie von Michelangelos David in dem nach ihr benannten Museum in London schockiert gezeigt haben. Daraufhin wurde um 1857 ein 40 x 30 cm großes und 3 kg schweres Feigenblatt aus Gips angefertigt, um bei Bedarf und bei königlichem Besuch, die Genitalien der Renaissance-Replik…
THEMENHIGHLIGHT
Kunst & Markt
Vor zehn Jahren fand am Zentralinstitut für Kunstgeschichte erstmals die Hugo Helbing Lecture statt – anlässlich der Schenkung annotierter Auktionskataloge aus seiner Firma an das ZI.
Hugo Helbing (1863-1938) gründete und leitete das zwischen ca. 1900 und ca. 1935 führende Kunstauktionshaus im deutschsprachigen Raum. Am Hauptsitz in München, an den Niederlassungen in Frankfurt a.M. und Berlin sowie im Ausland veranstaltete Helbing über 800 z.T. herausragende Auktionen. Ihre Kataloge setzten neue Maßstäbe in der wissenschaftlichen Bearbeitung und Druckqualität und trugen wesentlich dazu bei, dass Deutschland in diesen Jahren eine führende Stellung im internationalen Kunsthandel einnahm. 1938 wurde Helbing während der Reichspogromnacht als Jude ermordet.
Die jährlich stattfindende Hugo Helbing Lecture erinnert an sein Wirken und widmet sich der Erforschung des Kunstmarkts. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, Beiträge zu Kunst, Markt und Provenienzforschung zusammenzustellen.
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Katharina Fehr über Hugo Helbing (1863–1938) als Mäzen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Hugo Helbing Lecture
Weiterlesen: Katharina Fehr über Hugo Helbing (1863–1938) als Mäzen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Hugo Helbing LectureIm Jahr 2026 kann die Forschung zum Münchner Kunsthändler Hugo Helbing (1863-1938) (Abb. 1) auf eine kontinuierliche Entwicklung zurückblicken. Ausgehend von der Dissertation Meike Hopps im Jahr 2012, über verschiedene DFG-geförderte und in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte durchgeführte Forschungsprojekte bis hin zu dem in diesem Jahr endenden, DZK-geförderten und gemeinsam mit der TU…
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Cosima Dollansky über eingekapselte Biografien in Kunsthandelsquellen
Weiterlesen: Cosima Dollansky über eingekapselte Biografien in KunsthandelsquellenAnnotierte Auktionskataloge sind vor allem für die Provenienzforschung eine wichtige, manchmal sogar die einzige Ressource, um einen früheren Besitzer oder eine frühere Besitzerin zu ermitteln. Hinter einigen Namen verbergen sich Biografien mit tragischem Schicksal, die erst in der Zusammenschau mit weiteren (Kunsthandels-)Quellen enthüllt werden.






