• Fotografie in München und die vielen Orte einer „Fotostadt”

    Fotografie in München und die vielen Orte einer „Fotostadt”

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    Ein Bericht von Sophie Junge, Franziska Kunze, Franziska Lampe und Kathrin Schönegg

    Die Fotografie zählt nach wie vor zu den prägenden Formen visueller Kommunikation. Gerade durch diese starke Präsenz lässt leicht übersehen, wie vielschichtig ihre Geschichten und institutionellen Kontexte sind. Angesichts tiefgreifender Veränderungen unserer Bildkultur gewinnt die Erforschung der Fotografie derzeit erneut an Aktualität.

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Kunst & Markt

Vor zehn Jahren fand am Zentralinstitut für Kunstgeschichte erstmals die Hugo Helbing Lecture statt – anlässlich der Schenkung annotierter Auktionskataloge aus seiner Firma an das ZI.

Hugo Helbing (1863-1938) gründete und leitete das zwischen ca. 1900 und ca. 1935 führende Kunstauktionshaus im deutschsprachigen Raum. Am Hauptsitz in München, an den Niederlassungen in Frankfurt a.M. und Berlin sowie im Ausland veranstaltete Helbing über 800 z.T. herausragende Auktionen. Ihre Kataloge setzten neue Maßstäbe in der wissenschaftlichen Bearbeitung und Druckqualität und trugen wesentlich dazu bei, dass Deutschland in diesen Jahren eine führende Stellung im internationalen Kunsthandel einnahm. 1938 wurde Helbing während der Reichspogromnacht als Jude ermordet.

Die jährlich stattfindende Hugo Helbing Lecture erinnert an sein Wirken und widmet sich der Erforschung des Kunstmarkts. Das Jubiläum nehmen wir zum Anlass, Beiträge zu Kunst, Markt und Provenienzforschung zusammenzustellen.