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Anna Klug über zwei lithographische Panoramen der Pariser Grands Boulevards von 1832ff (4° GT–Pa 310/92 (1-2 Rarissima)
Unter der Grundsignatur 4° GT–Pa 310/92 verwahrt die Bibliothek des Zentralinstituts für Kunstgeschichte seit April 2025 zwei in Leder gebundene Leporelli in ihrem Rara-Magazin, die aufgrund der Fragilität der gefalteten Klebebindung und aufgrund ihres Seltenheitswertes unter die Rarissima eingeordnet wurden und nur auf besondere Anfrage im Original konsultiert werden können.
THEMENHIGHLIGHT
unbekleidet | ausgezogen
Aktuell zeigt das Zentralinstitut für Kunstgeschichte im Lichthof Nord die Ausstellung „unbekleidet | ausgezogen. Der Akt in der kunsthistorischen Forschung“.
Seit den Anfängen der Kunstgeschichte zählt der Akt zu den zentralen, zugleich aber umstrittenen Forschungsgegenständen des Faches. An der Darstellung des unbekleideten menschlichen Körpers erprobte die Disziplin ihre Methoden, Deutungsansätze und Grenzen über Epochen und Medien hinweg.
Die Ausstellung beleuchtet diese Forschungsgeschichte und fragt zugleich nach der aktuellen Brisanz des Aktes. Unsere Blogbeiträge greifen zentrale Fragen und Perspektiven der Ausstellung auf und führen sie weiter – als Einstimmung auf einen Besuch oder zur vertiefenden Lektüre danach.
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Kacper Stępień zum Akt als Ort von Blindheit, oder: Muss man T.J. Clark mit T.J. Clark lesen, um ihn produktiv kritisieren zu können?
Weiterlesen: Kacper Stępień zum Akt als Ort von Blindheit, oder: Muss man T.J. Clark mit T.J. Clark lesen, um ihn produktiv kritisieren zu können?Indem ein Akt enthüllt, verdeckt er zugleich eine Grundtatsache: dass er selbst etwas verdeckt. Genau dieser Illusion – es gebe keine Illusion mehr – erlag T.J. Clark, der Pionier der Sozialgeschichte der Kunst, eigenen Angaben zufolge bei seiner Analyse von Manets Gemälde Olympia (1863).
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Peter Seeland über: Körperlichkeit, Rassismus und Kunstgeschichte. Eine Kontroverse in Tübingen 1932
Weiterlesen: Peter Seeland über: Körperlichkeit, Rassismus und Kunstgeschichte. Eine Kontroverse in Tübingen 1932Im Jahr 1947 tagte in München eine Spruchkammer, um den Kunsthistoriker Hugo Kehrer (1876–1967) im Kontext der Entnazifizierung zu richten. Man ordnete ihn als unpolitischen „Mitläufer“ ein und begründete dies wie folgt:„Was weiß ein in den Kunstschätzen des Mittelalters gefangener Geist von den Härten politischer Realitäten? Dem ‚politisch ein garstig Lied‘ stellt er die schöne…





