Autor: ZI
-

Das Bücherbeet. Künstlerisch-kuratorische Essays zu Kunst und Ökologie
Weiterlesen: Das Bücherbeet. Künstlerisch-kuratorische Essays zu Kunst und ÖkologieSeit März 2025 wird eine Vitrine im ZI als eine Art Hochbeet von Nanne Buurman (Forschungsgruppe Kunst, Umwelt, Ökologie) kuratorisch-forschend „begärtnert“. Fortlaufend neu arrangiert und ergänzt, entstehen in dieser experimentellen Versuchsanordnung im Laufe des Jahres immer wieder neue Konstellationen zwischen den ausgestellten Materialien, die saisonal jeweils andere inhaltliche und ästhetische Querverbindungen in Erscheinung treten lassen. Der prozessual und assoziativ angelegte visuelle Essay zu Ambivalenzen von Naturkonzeptionen und ökologischem Denken in Moderne und Gegenwart lädt zur Reflexion über romantisierende, biopolitische, völkische und ökonomische Dimensionen des Ökologischen in Kunst und Kultur ein. Disclaimer Die verwendeten Materialien sind zum Teil als politisch problematisch…
-

Sophie Godzik zu Ko-Existenzen. Das Tier, das wir sehen
Weiterlesen: Sophie Godzik zu Ko-Existenzen. Das Tier, das wir sehenDass Kunsthistoriker:innen selbst künstlerisch tätig werden, gehört nicht zum klassischen Selbstverständnis des Fachs. Gleichwohl kann die künstlerische Praxis als ein paralleler Denkraum fungieren, in dem sich Fragestellungen artikulieren lassen, die sich einer rein sprachlichen Analyse entziehen.
-

Johannes Myssok über „Die neue(n) Antike(n) des 18. Jahrhunderts“
Weiterlesen: Johannes Myssok über „Die neue(n) Antike(n) des 18. Jahrhunderts“Angesichts der heutigen, globalisierten Perspektive auf die Kunst erscheint das Phänomen, dass sich die europäische Kunst in ihrer Geschichte immer wieder auf die lange zurückliegende Kunst des eigenen Kulturraums – auf ‚die Antike‘ – bezogen hat, ein höchst erklärungsbedürftiger Anachronismus. Seinen Höhepunkt erreichte der wellenförmig immer wieder virulent werdende Rekurs in der Mitte des 18. Jahrhunderts mit Johann Joachim Winckelmanns Schriften, die eine absolute Vorbildhaftigkeit der antiken Kunst postulierten und diese zum obersten, alleinig nachahmenswerten Ideal erklärten. Doch was kennzeichnete den Umgang mit der Antike, speziell mit den immer wieder zu Tage geförderten Fragmenten antiker Skulpturen vor dieser utopischen Setzung?…
-

Franziska Lampe über retuschierte Körper, Feigenblätter und fotografische Konstruktionen des Aktes
Weiterlesen: Franziska Lampe über retuschierte Körper, Feigenblätter und fotografische Konstruktionen des AktesAnekdoten zufolge soll sich Queen Victoria (1819–1901) von der Nacktheit der Gipskopie von Michelangelos David in dem nach ihr benannten Museum in London schockiert gezeigt haben. Daraufhin wurde um 1857 ein 40 x 30 cm großes und 3 kg schweres Feigenblatt aus Gips angefertigt, um bei Bedarf und bei königlichem Besuch, die Genitalien der Renaissance-Replik zu verdeckten.
-

Katharina Fehr über Hugo Helbing (1863–1938) als Mäzen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Hugo Helbing Lecture
Weiterlesen: Katharina Fehr über Hugo Helbing (1863–1938) als Mäzen anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Hugo Helbing LectureIm Jahr 2026 kann die Forschung zum Münchner Kunsthändler Hugo Helbing (1863-1938) (Abb. 1) auf eine kontinuierliche Entwicklung zurückblicken. Ausgehend von der Dissertation Meike Hopps im Jahr 2012, über verschiedene DFG-geförderte und in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte durchgeführte Forschungsprojekte bis hin zu dem in diesem Jahr endenden, DZK-geförderten und gemeinsam mit der TU Berlin realisierten Helbing Art Research Project, lässt sich eine klare Bilanz ziehen: Hugo Helbing gehörte im Münchner Kunsthandel und weit darüber hinaus vom Fin de Siècle bis in die 1930er-Jahre zu den bedeutendsten Akteuren. Dies belegen über 800 Auktionen sowie die heute über 1611 digitalisierten Helbing-Kataloge…
-

Esther Wipfler über die Erfindung des Überraschungseis als Medium für Propaganda und Repräsentation
Weiterlesen: Esther Wipfler über die Erfindung des Überraschungseis als Medium für Propaganda und RepräsentationDas kaiserliche Winter-Ei von Peter Carl Fabergé (1846–1920) wurde 2025 bei Christie’s in London für umgerechnet 26,3 Millionen Euro versteigert. Dies war der höchste Auktionspreis, der je für ein Werk des Petersburger Juweliers erzielt wurde. Charakteristisch für Fabergé-Eier sind die ihnen innewohnenden Überraschungen: Jedes Exemplar enthält ein figürliches Objekt, beim Winter-Ei ist es ein Blumenkorb, oder ein Porträt, ein mechanisches Spielwerk, eine Uhr oder eine Miniaturarchitektur.
